Sprachlos oder unsicher im Umgang mit rassistischen, sexistischen oder demokratiefeindlichen Aussagen?

Das geht vielen Menschen so. Die Haupt- und Ehrenamtlichen der Mitgliedsverbände im Landesfrauenrat tun etwas dagegen. Sie werden in einer 50-stündigen Weiterbildung Demokratiecoaches. Damit sie in ihren Organisationen mit Kompetenz und Strategien Ansprechpartner*innen sind. Damit ihre Organisation ein Ort ist, an dem sich alle Menschen willkommen, eingebunden und respektiert fühlen. Für Dialog, Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogrammes „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gefördert vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie der Landeszentrale für politische Bildung, der Europäischen Union und den Europäischen Fonds EFRE, ESF und ELER in Mecklenburg-Vorpommern.


Fortbildung zum Demokratiecoach

Termine

12. und 13. Januar 2021
Modul 2 „Herausforderungen für die Demokratie – Wissen über demokratiefeindliche Strukturen in MV; Situationsgerechte Kommunikation“

16. und 17. März 2021
Modul 3 „Eintreten für Geschlechtergerechtigkeit, Argumentieren gegen Antifeminismus“

4. und 5. Mai 2021
Modul 4 „Methodische Grundlagen und Formate in der politischen Bildung“


15.6.2021
Wahlmodul 1 „Hass im Netz: Inhalte und Strategien für den digitalen Raum“

16.6.2021
Wahlmodul 2 „Ein starker Auftritt“ – Präsenztraining für überzeugende Auftritte und herausfordernde Gesprächssituationen“

Fortbildungskonzept

Die Weiterbildung zum Demokratiecoach beinhaltet fünf Module, die jeweils zwei Seminartage umfassen. Vier davon sind Pflichtmodule, das fünfte ist ein Wahlmodul.

  • Damals und heute …

    Leben in der DDR, Leben in der Bundesrepublik, Leben in einem anderen Land der Welt, jedes politische System prägt eine Gesellschaft anders und beeinflusst Biografien unterschiedlich.

    Wie habe ich meine politische Sozialisation erlebt? Was war prägend? Gab es Widersprüche zwischen gesellschaftlicher und privater Wertevermittlung? Welche Erfahrungen mit Diskriminierung habe ich gemacht?

    In einem Erzählcafé bieten wir die Möglichkeit zu einer kleinen Zeitreise und laden ein zu Reflexion und wechselseitigem Austausch.

  • Da hätte ich doch …

    Hier eine abwertende Bemerkung über Frauen mit Kopftuch, da eine rassistische Bemerkung an der Supermarktkasse, abwertende Kommentare in der Arztpraxis, sexistische Witze auf Familienfeiern, rechtsextreme Sprüche in der Arbeitswelt…

    Während ich noch über das „Wie“ nachdenke, dreht sich das Geschehen schon wieder um ein anderes Thema. Wenn ich abends im Bett liege, fällt mir dann ein, was ich hätte sagen wollen.

    Wie gelingt es mir, in der Situation selbst sprachfähig zu bleiben? Wann ist Argumentieren überhaupt sinnvoll? Wie kann ich mein Verhalten auf die Situation anpassen? Wie achte ich auf meine Sicherheit wenn es „brenzlig“ wird?

  • Ich will das nicht hinnehmen …

    „Frauen können nicht einparken, Männer nicht über Gefühle sprechen“, solche Vorurteile kennen viele. Manche kennen auch Menschen, die nicht die Meinung teilen, dass alle Geschlechter gleichwertig sind und deshalb gleichberechtigt sein sollten. Wie gehen wir damit um? Wie sollte eine geschlechtergerechte Welt aussehen?

    Der Workshop ist eine Vertiefung von Modul 2. Er wird Erfahrungen der Teilnehmenden aufgreifen und eine inhaltliche Auseinandersetzung bieten. In Übungsphasen wollen wir über Handlungsoptionen und mögliche Gesprächsstrategien nachdenken.

  • Hoffentlich wird das was …

    Als Organisatorin oder Referentin einer Veranstaltung geht mir viel durch den Kopf: Ich möchte, dass die Gruppe gut in Kontakt kommt, andere Menschen begeistern und clevere Moderationstechniken anwenden. Dabei soll natürlich niemand merken, wie aufgeregt ich eigentlich bin.

    Bei bestimmten Veranstaltungsformaten entstehen möglicherweise Fragen: Wie bereite ich ein Erzählcafé vor? Wie gestalte ich ein spannendes World-Café? Was war nochmal ein Fishbowl? Und kann ich das alles überhaupt?

    Wir bieten Raum für diese und ähnliche Fragen und finden individuelle Lösungen – durch Reflektieren und Ausprobieren.

  • Das geht nicht wieder weg …

    Aktuelle Nachrichten lesen wann immer ich möchte, mit Verwandten und Freund*innen überall auf der Welt in Kontakt sein, spannenden Diskussionen folgen – all das ermöglichen Soziale Netzwerke. Gleichzeitig wird beleidigt, bedroht, bedrängt.

    Hassrede, Mobbing im Internet, Falschnachrichten, Verschwörungserzählungen, Sexismus im Netz – worüber reden wir eigentlich? Wenn mich Hass im Netz ganz persönlich trifft – was mach ich und wie kann ich mich schützen? Warum verhält sich meine Tante bei Facebook plötzlich ganz anders als am Kaffeetisch?

    Im Wahlseminar gehen wir diesen Fragen nach und beschäftigen uns mit Argumenten, Algorithmen und Co. Wir entwickeln individuelle Handlungsideen und probieren, ob und wie aus Hatespeech vielleicht Hopespeech wird.

  • Hör mir doch mal zu …

    Eine souveräne Stimme und eine glaubwürdige Körpersprache sind wirkungsvolle Überzeugungsinstrumente. Aber sich Gehör zu verschaffen und sich Raum zu nehmen, fällt insbesondere Frauen oft schwer. Welche körpersprachlichen Signale kann ich bewusst einsetzen für einen starken Auftritt. Wie kann ich meine Stimme gezielt nutzen und trainieren?

    Im Wahlseminar üben die Teilnehmenden zu präsentieren, sie erhalten eine Wirkungsanalyse und lernen, ihre Überzeugungskraft zu stärken.

Kontakt

Yvonne Niekrenz

Dr. Yvonne Niekrenz

Maria Lichtermann

Maria Lichtermann

Landesfrauenrat M-V e.V.
Heiligengeisthof 3
18055 Rostock

Fon: 03 81/37 77 54 96

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogrammes „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gefördert vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie der Landeszentrale für politische Bildung, der Europäischen Union und den Europäischen Fonds EFRE, ESF und ELER in Mecklenburg-Vorpommern.

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